Training in der Hitze: Kleide dich so, dass dein Körper atmen kann

Training in der Hitze: Kleide dich so, dass dein Körper atmen kann

Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne über den Alpen brennt, wird jede Trainingseinheit zur Herausforderung. Der Körper arbeitet auf Hochtouren, um sich abzukühlen, und das richtige Outfit kann entscheidend sein, um Überhitzung zu vermeiden. Mit der passenden Kleidung trainierst du nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer. Hier erfährst du, wie du dich im Sommer so kleidest, dass dein Körper atmen kann – egal ob du in Zürich joggst, in Bern Rad fährst oder in den Bergen wanderst.
Wähle Materialien, die Feuchtigkeit ableiten
Das A und O beim Training in der Hitze ist atmungsaktive Kleidung. Baumwolle fühlt sich zwar weich an, speichert aber Schweiß und wird schnell schwer und unangenehm. Besser sind Funktionsstoffe wie Polyester, Polyamid oder Elasthan, die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportieren und rasch trocknen.
Viele Schweizer Sportmarken bieten technische Stoffe mit Mesh-Einsätzen oder Mikrofaserstrukturen an, die für zusätzliche Belüftung sorgen. Wer natürliche Materialien bevorzugt, kann zu Merinowolle greifen – sie ist leicht, temperaturregulierend und verhindert unangenehme Gerüche, selbst bei intensiver Belastung.
Schichtenprinzip – auch im Sommer sinnvoll
Auch bei warmem Wetter kann das Schichtenprinzip nützlich sein. Eine dünne, feuchtigkeitsableitende Basisschicht hält die Haut trocken, während ein leichtes Oberteil oder eine Windjacke vor Sonne und Wind schützt. Besonders in den Bergen, wo das Wetter schnell umschlagen kann, ist ein leichtes, packbares Layer-System ideal.
Wenn du draussen trainierst, achte auf UV-Schutz in deiner Kleidung. Viele Shirts und Jacken sind heute mit integriertem Sonnenschutz erhältlich – eine gute Ergänzung zur Sonnencreme.
Eng oder locker – was ist besser?
Ob du dich für eng anliegende oder lockere Kleidung entscheidest, hängt von der Sportart und deinem Komfort ab. Eng anliegende Kleidung eignet sich gut für Laufen, Radfahren oder Trailrunning, da sie Reibung reduziert und den Schweiß effizient ableitet. Lockere Kleidung bietet dagegen mehr Luftzirkulation und ist angenehm bei Yoga, Wandern oder leichtem Fitnesstraining im Freien.
Wichtig ist, dass die Kleidung Bewegungsfreiheit bietet und nicht scheuert – besonders an Schultern, Achseln und Oberschenkeln.
Kopf und Füße nicht vergessen
Ein großer Teil der Körperwärme entweicht über den Kopf. Eine leichte Kappe oder ein Stirnband schützt vor direkter Sonne und nimmt Schweiß auf. Wähle Modelle mit Belüftungslöchern oder aus Mesh-Material, damit die Luft zirkulieren kann.
Auch die Füße verdienen Aufmerksamkeit: Trage Funktionssocken aus synthetischen Fasern oder Merinowolle, die Feuchtigkeit ableiten und Blasen vorbeugen. Vermeide Baumwollsocken, da sie Feuchtigkeit speichern und Reibung fördern.
Farben und Sichtbarkeit
Helle Farben reflektieren Sonnenstrahlen, während dunkle Töne Wärme absorbieren. Für Sommertraining sind helle Farben wie Weiß, Hellgrau oder Pastelltöne ideal. Wenn du frühmorgens oder abends trainierst, achte auf reflektierende Elemente an deiner Kleidung, um im Straßenverkehr gut sichtbar zu bleiben – besonders wichtig in Städten wie Basel oder Luzern.
Kühle dich richtig ab
Selbst mit der besten Kleidung braucht dein Körper Unterstützung, um die Temperatur zu regulieren. Vermeide Training in der prallen Mittagssonne und wähle stattdessen die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Trinke regelmäßig Wasser, am besten schon vor dem Training, und nimm bei längeren Einheiten eine Trinkflasche oder Trinkweste mit. Eine feuchte Kühlbinde im Nacken oder ein Sprühnebel auf der Haut kann zusätzlich helfen, die Körpertemperatur zu senken.
Nach dem Training solltest du dich umziehen, um Auskühlung durch nasse Kleidung zu vermeiden.
Höre auf deinen Körper
Auch die beste Ausrüstung ersetzt nicht das Körpergefühl. Wenn du Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnliche Erschöpfung spürst, brich das Training ab und suche Schatten auf. Der Körper braucht Zeit, um sich an hohe Temperaturen zu gewöhnen – steigere die Intensität langsam und gönne dir ausreichend Pausen.
Trainiere clever – nicht härter
Sommertraining bedeutet nicht, sich bis zur Erschöpfung zu verausgaben. Mit atmungsaktiver Kleidung, genügend Flüssigkeit und einem bewussten Umgang mit Hitze kannst du deine Fitness erhalten und gleichzeitig das schöne Wetter genießen. So bleibst du aktiv, gesund und motiviert – auch an den heißesten Tagen des Jahres.













